Objektsuche

Die Objekt-Suche (OS) – stark angelehnt an der von Thomas und Ina Baumann entwickelten Zielobjektsuche – nutzt die Fähigkeit des Hundes, geringste Geruchsspuren aufzuspüren und voneinander zu unterscheiden, denn das Riechzentrum unserer Hunde ist etwa 40 Mal größer als das des Menschen.

Bei der Zielobjektsuche wird nach bestimmten kleinen Gegenständen, wie z. B.: Kugelschreiber, Feuerzeug, Schlüssel oder Korken gesucht.

Der Aufbau der OS erfolgt auf rein instrumenteller Konditionierung (Lernen am Erfolg), ein duch Versuch und Irrtum aufgebauter Lernweg. Nur das korrekte Verhalten des Hundes bringt Bestätigung. Innerhalb weniger Tage lässt sich so, mit etwas Geschick und Unterstützung des Klickers plus Futterbestätigung im Allgemeinen sehr schnell die Grundkonditionierung auf ein zu suchendes Zielobjekt, z. B. eines Feuerzeugs, sowie das passive Anzeigen der Fundstelle erreichen.

Beim “Zossen” ist das Aufnehmen und Apportieren des Gegenstandes sowie scharren und kratzen an der Fundstelle verboten. Dafür gibt es zwei wesentliche Gründe:

  1. Wenn mit extrem kleinen Gegenständen trainiert wird, besteht bei hochmotivierten Hunden durchaus die Gefahr des Verschluckens.
  2. Die Sucharbeit kann völlig bedenkenlos in den eigenen vier Wänden stattfinden, wenn das Radalieren ein Tabu darstellt. (Keine Schäden an der Wohnungseinrichtung.)

Der im Training richtig aufgebaute OS-Hund lokalisiert ausschließlich mit der Nase und zeigt die Fundstelle durch das sogenannte passive Verweisen in der Platz- oder Sitzposition an. Somit ergeben sich vielfältige Möglichkeiten die OS-Arbeit zu Hause mit geringem Zeitaufwand und ohne Sachbeschädigung durchzuführen.

Die bei den Behörden eingesetzten Spürhunde sind pro Suchlage (je nach Suchkondition) max. nur 20-30 Minuten im Einsatz, dann muss eine Pause eingelegt werden, damit der Spürhund sich erholen kann. Bei intensiver Suchleistung kann sich die Körpertemperatur eines Hundes bedingt durch die Stoßatmung innerhalb von ca. 15 Minuten um 1 °C erhöhen. Die kreislaufstimulierende Sucharbeit erfordert ein Höchstmaß an Konzentration und psychischer und physicher Anstrengung. Dabei spielt es für einen Hund keine Rolle ob er dienstlich nach Drogen, Waffen, Sprengstoff oder privat Kuli, Feuerzeug oder Schlüssel sucht.

Das “zossen” eignet sich übrigens hervorragend auch für altere Hunde sowie Vierbeiner mit einem krankheitsbedingten Handycap, bei denen körperliche Auslastungen wie z. B. Joggen oder Fahrradfahren nicht mehr durchführbar sind

Die Vorteile von OS im Überblick:

  • eines der effektivsten Auslastungsmodelle
  • OS eignet sich für jeden Hund, ob Zwerg, Riese, Welpe oder Senior
  • die soziale Bindung an den Menschen wird verbessert
  • die Aufmerksamkeit und Konzentration des Hundes wird gefördert.
  • In der OS Arbeit wird neben der Nase der gesamte Organismus des Hundes beansprucht, ein Garant für einen zufriedenen und ausgeglichenen Hund
  • OS ist leicht zu erlernen und kann auch im häuslichen Bereich uneingeschränkt angewendet werden
  • unsichere und ängstliche Hunde die z.B. Probleme mit Untergründen haben bekommen durch die OS Arbeit mehr Selbstvertrauen und Sicherheit im Alltag
  • das Interesse des Hundes an unerwünschten Verhaltensweisen wird umgelenkt

Geeignet für nahezu alle Hunde jeden Alters!

OS ist im Einzeltraining (stundenweise) oder aber in einem OS-Kurs über 10 Stunden (ebenfalls im Einzeltraining) buchbar.